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Jämtland

Jämtland

Jämtlands Nordspitze liegt knapp unter dem Polarkreis, weswegen man dort im Sommer fast in den Genuss der Mitternachtssonne kommt. Zahlreiche Seen jeder Größe machen zusammen mit den kleineren Flüssen und den beiden großen, Ljungan und Indalsälven, rund acht Prozent der Fläche Jämtlands aus. Zusammen mit Härjedalen bildet es die Provinz Jämtlands Län, die etwa so groß wie die Niederlande ist und rund 136.000 Einwohner zählt. Die höchstgelegene Provinz Schwedens steigt nach Westen zum Skandinavischen Gebirge an, vor dem üppige Waldgebiete liegen.

Galåbodarna

Galåbodarna nennt sich eine Almensiedlung am Fuß des Oviksgebirges im schwedischen Jämtland inmitten unberührter Fichtenwälder und ausgedehnter Moore. Die Almen wurden bis in die letzten 80er Jahre hinein bewirtschaftet; die Siedlung besteht aus 21 Sennhütten, die seit dem 18. Jahrhundert nach und nach entstanden sind. Seit den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts kamen noch einige Ferienhäuser dazu. Freunde ursprünglicher Natur werden diesen Ort lieben; im Winter eignet er sich zudem hervorragend zum Skilanglauf.

Arådalen

Im Norden von Galåbodarna liegt das Tal Arådalen, das seit 2006 Naturschutzgebiet ist und Teil des Natura-2000-Netzes der Europäischen Union. Es umfasst knapp 11.000 Hektar und besteht aus Wäldern, Hoch- und Niedermooren. Hier leben noch Braunbären, Luchse, Elche, Rentiere, Auerhühner und Steinadler.
Ein echtes Seeungeheuer gar soll im Storsjön leben, Schwedens fünftgrößtem See. Im 17. Jahrhundert will ein schwedischer Vikar es erstmals gesehen haben – und seitdem mehrere hundert Nachgeborene. Wie beim Ungeheuer von Loch Ness fehlen auch hier handfeste Beweise, trotz eines von König Oskar dem Zweiten unterstützten Fangversuchs Ende des 19. Jahrhunderts.
Dessen ungeachtet wurde das Wesen von der Regierung Jämtlands unter Naturschutz gestellt; sicher nicht zuletzt im Interesse des Fremdenverkehrs. Es soll sich um eine rund sechs Meter lange Schlange mit Hundskopf und Beulen am Körper handeln.

Östersund

Am Ostufer des Storsjön liegt die Residenzstadt Östersund, rund 58.000 Einwohner stark, eine Flugstunde von Stockholm entfernt und seit 2006 Schwedens jüngste Universitätsstadt. Das Klima ist hier für den Breitengrad erstaunlich mild und trocken; der Ort hat mit die meisten jährlichen Sonnenstunden in Schweden. Das Schachbrettmuster der Stadtanlage, heute hauptsächlich im Stadtteil Karlslund zu sehen, geht auf die planmäßige Gründung auf Geheiß König Gustavs des Dritten Ende des 18. Jahrhunderts zurück. Als langjährige Garnisonsstadt mit etwas Holzindustrie verlief die Entwicklung Östersunds zunächst jedoch schleppend. Heute lebt ein Großteil der Einwohner vom Wintertourismus, denn vier bis fünf Monate im Jahr liegt Schnee. Als Gastgeber internationaler Wintersportwettkämpfe und von Skitouristen rühmt die Stadt sich der besten Langlaufanlagen Nordeuropas mit fast 90 Kilometern Loipen und einem Ganzjahres-Stadion. Eine Vielzahl kleiner Unternehmen hat sich auf alle möglichen Arten von Schnee- und Eisveranstaltungen spezialisiert, von Eisfischen bis Curling. Aber auch als Kulturstadt will sich Östersund verstanden wissen. Auf Besucher warten Tanzhäuser, Theater, Kinos, Kunstgalerien, Büchereien und Museen. Im Jamtli History Land-Museum hat das Ungeheuer vom Storsjön gar seine eigene Ausstellung.
Mit „Storsjöyran“ veranstaltet Östersund jeden Sommer eines der wichtigsten Rockfestivals in Schweden, bei dem rund 70 Bands auf acht Bühnen auftreten, die eigens für das Festival errichtet werden.

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