|
Thailand: Ko Samui
Insel im Golf von Thailand
Ko Samui ist eine Insel im Golf von Thailand, gut 30 Kilometer vom thailändischen Festland entfernt, knapp 480 Kilometer südlich von Bangkok. Sie ist mit fast 250 Quadratkilometern so groß wie Frankfurt am Main und nach Ko Phuket und Ko Chang die drittgrößte Insel des Landes.
Insel für Urlauber
Traumstrände und mehr: Auf Ko Samui gibt es schier alles, was das Urlauberherz begehren könnte, von malerischen Buchten, Regenwäldern, Tempeln über Souvenirmärkte bis zu Diskotheken. Seit der Eröffnung des Flughafens 1989 im Nordosten der Insel wird es in dieser Region allerdings immer schwerer, während der Hauptsaison ein ruhiges, urtümliches Fleckchen zu finden. Diese Entwicklung hat sich nach dem Tsunami im Dezember 2004 noch einmal verstärkt, denn der Tsunami hatte die thailändische Westküste betroffen, den Golf aber verschont, sodass Ko Samui in der Folge noch mehr Urlauber verzeichnete.
Besonders Chaweng an der nördlichen Ostküste ist auf dem besten Wege, einen südmallorquinischen Trubel zu entwickeln. Nirgendwo auf der Insel ist die Bardichte höher, die Liste von touristischen und luxuriösen Angeboten länger. Die Kulisse aus Stränden, Palmen und Meer sucht allerdings auch ihresgleichen.
Für Europäer am angenehmsten dürfte die Zeit von Ende Dezember bis Ende März sein. Wer es auch heiß und feucht verträgt, kann hier bis Juni urlauben, und nur wer ein Faible für Regen und Wind hat, wird Oktober bis Dezember bevorzugen.
Sehenswürdigkeiten
Wegen ihrer zweideutigen oder besser ziemlich eindeutigen Formen sind die Felsen Hin Ta und Hin Yai in Lamai ein beliebtes Touristenziel. Die Namen „Großvater“ und „Großmutter“ scheinen da für europäische Ohren grob verharmlosend.
Die 12 Meter hohe Statue „Big Buddha“ nahe Wat Phra Yai am Nordostzipfel der Insel thront auf einem Treppenpodest und zählt zu den meistbesuchten Touristenzielen; sie ist auch nicht weit vom Flughafen entfernt. Vor Errichtung der Statue in den siebziger Jahren soll die winzige Halbinsel, die bei Flut von der Hauptinsel abgeschnitten war, ein Refugium meditierender Mönche gewesen sein.
In der Tempelanlage von Wat Khunaram nahe der Südküste findet sich die gruseligste Touristenattraktion der Insel. Die mumifizierte Leiche eines Anfang der siebziger Jahre während der Meditation verstorbenen Mönchs ist dort zu besichtigen. Angeblich habe er kurz vor seinem Tod vorausgesagt, dass sein Körper niemals verwesen werde, und es seien auch keine Balsamierungstechniken angewandt worden. Sogar sein spärliches Haar soll einmal im Jahr von Einheimischen noch geschnitten werden.
Vorsicht, Frucht!
Die etwa handballgroße Frucht Durian mit ihren langen harten Stacheln ist eine Besonderheit der Region. Frisch vom Baum verströmt das Fruchtfleisch ein angenehmes Vanillearoma, das nach wenigen Tagen jedoch einem durchdringenden und sich hartnäckig festsetzenden Gestank weicht, was der Frucht auch die Namen Stink- oder Käsefrucht eingetragen hat. Besonders für Nichteinheimische ist das Odeur unerträglich, und deshalb ist die Frucht in öffentlichen Verkehrsmitteln und Hotels meist streng verboten.
Ang Thong
Der Ang Thong-Marine-Park, gut 250 Quadratkilometer groß, liegt 20 Kilometer westlich der Insel und schließt rund 40 Inseln ein. Der grünlich leuchtende Salzwassersee Talay Nai im Inneren eines Kraters gehört neben Lagunen, Bergseen und Tropfsteinhöhlen der anderen Inseln zu den besonderen Sehenswürdigkeiten von Ang Thong. Inzwischen gibt es sogar hier und da Übernachtungsmöglichkeiten, die gern von Vogelbeobachtern genutzt werden, die bei der Artenvielfalt des Naturparks auf ihre Kosten kommen.
Unser Ferienhaus-Tipp

|