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Salzburg
Die älteste Stadt
Salzburg gilt mit der ersten Erwähnung um 1120 als älteste Stadt Österreichs. Den ältesten Straßentunnel soll sie auch besitzen und die sogar weltweit älteste noch betriebene Standseilbahn. Letztere ist der „Reißzug“, der nicht von Reißen, sondern von Reisen kommt und vom Kloster Nonnberg auf die Festung Hohensalzburg führt. Damals wie heute wurden jedoch nicht Personen transportiert – das übernimmt die nördliche Festungsbahn –, sondern Güter; konstruiert wurde er vermutlich, um die bauliche Burgerweiterung im Jahre 1496 mit Material zu versorgen. Anfänglich war der Reißzug im Winter gar die einzige Versorgungsmöglichkeit der Burg. Beschrieben wurde die Konstruktion erstmals Anfang des 15. Jahrhunderts, und er bestand anfänglich aus Kufenschlitten, die per Holzrad-Seilwinde von Pferden oder Häftlingen über ein 300 Meter langes Hanfseil bergan gezogen wurden, das allein rund 1,5 Tonnen wog. Dazu mussten alle Bastionsmauern durchbrochen werden. Eine Stunde dauerte es, bis der Schlitten oben angekommen war. Maschinell angetrieben ist er heute in fünf Minuten oben, aber auch das sind nur rund zwei Stundenkilometer.
Die größte Burganlage
Die Festung selbst ist das Wahrzeichen der Stadt. Sie wurde im 11. Jahrhundert begonnen und über die Jahre von den wechselnden Burgherren, den Erzbischöfen, immer wieder ausgebaut, wenn auch bereits im 13. Jahrhundert ihre heutige Ausdehnung erreicht war. Dieser Bischofssitz war das geistliche Zentrum Mitteleuropas und der älteste andauernd bestehende nördlich der Alpen. Der kampflosen Übergabe an Napoleon im Jahre 1800 ist zu verdanken, dass die Burg heute mit 7.000 qm bebauter Fläche die größte vollständig erhaltene Burg in Mitteleuropa ist, die an touristischer Attraktion in Österreich nur von den Wiener Glanzstücken wie etwa dem Stephansdom übertroffen wird. Die Salzburger Altstadt ist seit 1996 UNESCO-Weltkulturerbe.
Den Namen verdankt Salzburg den Salzvorkommen des benachbarten Salzkammergutes und der Salzschifffahrt auf der – natürlich: Salzach. Dem Abbau und Handel mit Salz, ab 1500 aber mehr noch demjenigen von Gold in den Hohen Tauern verdankte Salzburg um das Jahr 1600 beträchtliche wirtschaftliche Blüte.
Mozartstadt Salzburg
Auch heute ist Salzburg eine blühende Stadt, und das verdankt sie dem Tourismus, und der verdankt es zum wesentlichen Teil zweier Söhne der Stadt: zum einen Wolfgang Amadeus Mozart. Er wurde hier geboren, und noch immer ist er allgegenwärtig. Straße, Platz, Haus – nichts, was es nicht auch in Mozart-Ausführung gäbe. Seit einiger Zeit gibt es sogar einen Mozart-Radweg, obwohl Mozart ein Fahrrad noch nicht kennen konnte (der Weg soll übrigens für österreichische Verhältnisse erstaunlich flach sein). Die Salzburger Stiftung „Mozarteum“ kümmert sich seit ihrer Gründung 1880 um Nachlass und Würdigung des großen Komponisten und verwaltet die beiden Mozart-Museen. Eines davon befindet sich in Mozarts Geburtshaus, dem Hagenau-Haus (nach dem Vermieter und Gönner benannt) in der Getreidegasse, heute die bedeutendste historische Straße Salzburgs und schon zu Römerzeiten ein wichtiger Fahrweg. Das zweite logiert seit 1996 im sogenannten Tanzmeisterhaus, das die Familie Mozart ab 1773 bewohnte. Im Zweiten Weltkrieg wurde es teilweise zerstört und dieser Teil durch einen profanen Bürobau ersetzt. Das Mozarteum erwarb diesen Bau in den neunziger Jahren, ließ ihn abreißen und das alte Tanzmeisterhaus in ursprünglichem Zustand zu rekonstruieren.
Der zweite für Salzburgs touristische Attraktion wichtige Salzburger war der Dirigent Herbert von Karajan. Sein Geschäftssinn stand seiner musikalischen Begabung kaum nach. Die Salzburger Festspiele hat er zwar nicht erfunden, aber doch zu höherer Bedeutung geführt. Wer seit Karajan hier vortragen durfte, war in der Musikwelt angekommen. Einer der nichtmusikalischen Glanzpunkte der Festspiele ist jedes Jahr die Aufführung des „Jedermann“, eines allegorischen Theaterstückes des Wieners Hugo von Hoffmannsthal, der zusammen mit dem Komponisten Richard Strauss die Festspiele ins Leben gerufen hatte.
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