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Epirus
Actium und Nikopolis
Actium – das einstige griechische Aktion – war Schauplatz einer der folgenreichsten Seeschlachten der Antike. Die Erbfolger des 44 vor Christus ermordeten Julius Caesar lieferten sich hier das entscheidende Duell. Caesars Adoptivsohn Octavian und sein Feldherr Agrippa kesselten die Truppen von Caesars Schützling Marcus Antonius bei Actium ein. Antonius, Geliebter und Verbündeter Kleopatras, wurde geschlagen. Octavian eroberte wenig später Ägypten und wurde als Augustus erster römischer Kaiser. Aus Genugtuung nach seinem Sieg über Marcus Antonius gründete er fünf Kilometer nördlich des Kampfschauplatzes seine „Siegesstadt“, griechisch Nikopolis. Sie war ein Auffangbecken für die Opfer römischer Zerstörungen und wurde mit zahlreichen Privilegien ausgestattet, etwa eigener Münzprägung. Schnell wuchs sie zu einer wichtigen Stadt für Handel und Kultur heran. In ihrer Blütezeit während der Spätantike soll sie über 300.000 Bewohner gehabt haben. Moderne Ausgrabungen begannen Anfang des 20. Jahrhunderts. Heute sind einige Teile der antiken Stadt freigelegt, wie etwa das Odeon oder das große Theater. Die im Archäologischen Nikopolis-Museum ausgestellten Fundstücke sind so zahlreich, dass ein größerer Museumsneubau geplant ist.
Nahe des einstigen griechischen Aktion, südlich von Nikopolis liegt die Stadt Preveza, Hauptstadt der gleichnamigen Präfektur, auf einer Halbinsel am Golf von Ambrakia. Sie ist fast 2.300 Jahre alt und bietet mit ihrem malerischen Hafen und den Sehenswürdigkeiten ein ebenso lohnendes Ziel wie einen geeigneten Ausgangspunkt für Ausflüge in die geschichtsträchtige Umgebung.
Parga
Die Bewohner von Parga leben im Winter vorwiegend davon, Zitronen, Orangen und Oliven anzubauen. Nicht wenige der etwa 100.000 Olivenbäume sollen über 1.000 Jahre alt sein. Im Sommer entlohnt der Fremdenverkehr die rund 2.500 Einwohner, und Parga verfügt hier über eine gut 50jährige Tradition. Gäste sind neben Griechen vorwiegend Italiener, die mit der Fähre über Igoumenitsa anreisen. Der venezianische Einfluss, der Parga über Jahrhunderte Schutz vor Türken und Albanern gewährte, ist unverkennbar. Die Republik Venedig war im 16. Jahrhundert auch Initiatorin der Burg, von der man einen herrlichen Blick über Stadt und Bucht hat. Die Krioneri-Strände von Parga sind schön, doch der Valtos-Strand westlich der Landzunge, auf der die Burg steht, ist wesentlich größer und breiter. Nicht ganz so groß, aber ruhiger ist der Strand beim östlichen Stadtteil Lichnos. Mehr was für Wassersportfreunde ist der Ai-Giannakis-Strand noch weiter östlich, denn statt in einer schützenden Bucht liegt er an einer Landzunge.
Zwanzig Kilometer vor der Küste liegen die 19 Quadratkilometer kleine Insel Paxos und ihre noch wesentlich kleinere Nachbarin Antipaxos; die unter dem gemeinsamen Namen Paxi firmierenden kleinsten Vertreter der Ionischen Inseln. Paxos ist länglich und nur selten breiter als zwei Kilometer. Einst war Olivenanbau der Broterwerb der 3.000 Einwohner (auf Antipaxos leben ständig nur rund 40), und auch heute bedecken noch rund eine halbe Million Olivenbäume die Insel. Haupteinnahmequelle ist seit den 1960er Jahren aber der Tourismus, der seitdem das Gesicht von Gaios, dem Hauptort der Insel, wesentlich prägt. Im Osten gibt es sehr schöne Sandstrände, im Westen Steilklippen mit einigen Grotten. Insgesamt gibt es 30 Badebuchten und – wie oft in Griechenland – jede Menge Kirchen: 64.
Der auf Antipaxos angebaute Wein soll so begehrt sein, dass er in Läden und Tavernen der Region so gut wie nicht zu bekommen ist. Auch die Badebuchten an der Nordküste sind für Kenner zu den besten Sandstränden der Ionischen See zu zählen.
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