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Skopelos

Idyll der Ägäis

Juli bis September ist die Zeit der Touristen auf Skopelos. Dann bevölkern zehnmal so viele Besucher wie Einheimische die etwa L-förmige Insel, meist Festlandsgriechen. Für angenehme Temperaturen auch im Hochsommer sorgt eine frische Brise; das Wasser ist während der Saison zwischen 20 und 25°C warm.

Die Insel ist klein, nicht mal so groß wie Mainz, und neben dem Hauptort Skopelos ist nur noch Glossa im Norden mit dem Hafen Loutraki erwähnenswert. Beide Häfen werden von Schnellbooten des Typs „Fliegender Delphin“ angelaufen, die zusammen mit konventionellen Schiffen Verbindungen mit zahlreichen anderen Inseln und dem Festland herstellen. Die westliche Nachbarinsel Skiathos besitzt einen Flughafen, der inzwischen nicht nur von Athen aus angeflogen wird.

Die grüne Ausnahme

Untypisch für die ansonsten eher kargen Inseln der nördlichen Sporaden ist der reiche Baumbewuchs auf Skopelos; meist Pinien, Eichen und Olivenbäume. Hier kommen auch Wanderer auf ihre Kosten. Der Hauptort liegt an einer malerischen Bucht, an die sich eine südwestlich verlaufende Ebene anschließt, und die trennt zwei zerklüftete Gebirgsmassive voneinander. Die höchste Erhebung mit 681 Metern ist der Berg Delfi im nordwestlichen Massiv.

Die Uferpromenade von Skopelos-Stadt ist belebt. Vom Fischerkahn bis zum Kreuzfahrtschiff tummeln sich zahlreiche Boote im Hafen. Tavernen, Cafés und Läden aller Art laden zum Bummeln oder Verweilen unter den Schatten spendenden Maulbeerbäumen ein. Weiter oben wird es ruhiger. Die Altstadt mit ihren roten und braunen Schindeldächern steht unter Denkmalschutz und ist für Autos kaum zugänglich. Auf Skopelos gibt es selbst für griechische Verhältnisse viele Kirchen. Die Angaben schwanken, aber mehrere Hundert sind es in jedem Fall.

Mit dem Boot zum eigenen Privatstrand

Skopelos besitzt fast an der ganzen Küste herrliche Strände mit Sand oder Kies. Beliebt sind besonders die Strände der Südwestküste, wo Wind und See meist sanftmütiger sind als an der Nordküste. Am Strand Ponormos lassen sich Motorboote mieten, und manche Buchten lassen sich nur mit ihnen erreichen, was zu einem ganz privaten Strandvergnügen verhilft. Wer auf der westlichen Nachbarinsel Skiathos residiert und vom dortigen ungleich stärkeren touristischen Trubel pausieren möchte, der fährt mit dem Schiff nach Loutraki und genießt während der einstündigen Busfahrt nach Skopelos-Stadt entlang der Westküste in Ruhe einmalige Ausblicke. Hier gibt es keine Hotelklötze und keine endlosen Liegestuhlreihen. Wenn aber doch mal mehr los sein soll, findet sich in Skopelos-Stadt von der Diskothek bis zum Kino alles Wichtige.

Das Grab des Staphylos

Die Insel Skopelos besitzt auch manche antike Ruine. Sehenswert ist das freigelegte Grab des Staphylos (am gleichnamigen Strand), der als erster König der Insel gilt. Er soll der Anführer kretischer Neusiedler und der Sohn von König Dionysos und Ariadne gewesen sein. „Staphylos“ heißt zu deutsch „Weintraube“, und der kretische Prinz gilt als Begründer des Weinanbaus auf der Insel. Die Grabschätze, die man 1936 fand, liegen heute in den archäologischen Museen von Volos und Athen.

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