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Edinburgh

Schottisches Zugpferd

Edinburgh ist die Hauptstadt Schottlands. Sie liegt an der Förde des Flusses Forth, „Firth of Forth“, und damit an der Ostküste des Landes. Mit gut 400.000 Einwohnern ist sie nach Glasgow die zweitgrößte Stadt Schottlands, und nach London ist sie wirtschaftlich die zweitstärkste Stadt des Vereinigten Königreichs. Der Großraum Edinburgh gilt als eine der stärksten Wachstumsregionen in Europa. Die Wirtschaft fußt wesentlich auf Dienstleistungen, Bankgeschäften, Hochschulbildung (es gibt drei Universitäten) und Fremdenverkehr. Mit 2,2 Prozent bleibt die Arbeitslosenquote beständig unter dem – im EU-Vergleich ohnehin niedrigen – schottischen Durchschnitt.
Mit seiner urwüchsigen Anlage und dem reichen Bestand an mittelalterlicher und Georgianischer Architektur ist Edinburgh eine besonders malerische Stadt.

Schloss Edinburgh und der Schuss um eins

Das Schloss Edinburgh Castle ist eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Schottlands. Sie geht auf das 7. Jahrhundert zurück. Die Kapelle Sankt Margaret aus dem 11. Jahrhundert ist das älteste erhaltene Gebäude der Anlage. Prunkstück des Schlosses ist der Krönungsstein „Stone of Scone“, ein etwa 60 mal 40 Zentimeter großer Sandstein, auf dem der Tradition nach gesessen haben musste, wer König von Schottland (später auch wer König von England) werden wollte. Ursprünglich befand er sich in der Abtei eines kleinen schottischen Ortes namens Scone, wo die schottischen Könige gekrönt wurden, bevor er jahrhundertelang Teil des Krönungsthrons des Westminster Abbey war. Seit 1996 liegt er nun im Edinburgher Schloss, und dieses liegt am oberen Ende der altstädtischen Hauptachse, der „Königlichen Meile“.

Ein weiteres Kuriosum, das im Nordteil des Schlosses besichtigt werden kann, ist die 13-Uhr-Kanone, die seit knapp 150 Jahren jedem weithin mitteilt, wann es 13 Uhr ist. Ursprünglich diente der Böller den Seeleuten als Zeitzeichen für ihre Chronometer; heute wird zur Touristenattraktion weitergeschossen. Der ursprüngliche Vorderlader wurde zweimal ersetzt; inzwischen schießt der Bezirkskanonier des 105. Regiments der Königlichen Artillerie mit einer Howitzer Light Gun, aber immer nur um eins. Einzige Ausnahme ist ein Neujahrsschuss.

Edinburgh Festival

Das Edinburgh Festival ist weltbekannt, besteht aber genau genommen aus mehreren Festivals von Ende Juli bis Anfang September. Das älteste ist das Internationale Edinburgh-Festival, das seit 1947 vor allem vielbeachtete Theateraufführungen mit renommierten Regisseuren und Schauspieltruppen sowie klassische Konzerte mit Orchestern und Dirigenten von Weltrang präsentiert. In Größe und Beliebtheit hat allerdings der „Edinburgher Festival-Rand“ (Edinburgh Fringe) dem traditionellen Festival den Rang abgelaufen. Was als Alternativ-Veranstaltung von nicht eingeladenen Theatergruppen, meist Studenten, begann, ist heute das größte Kunstfestival der Welt. 2006 gab es knapp 1.900 verschiedene Vorführungen an 261 verschiedenen Orten.

Ebenfalls während der Sommermonate finden die Edinburgher Militärmusikparaden (Edinburgh Military Tattoo) statt, welche die Esplanade unterhalb des Schlosses jeden Abend mit Beschlag belegen, wo Tribünen für 20.000 Zuschauer aufgebaut sind. Trommeln, Pfeifen und Feuerwerk sind hier die Hauptzutaten.

Neben diesen Großveranstaltungen gibt es noch das Kunstfestival, das Internationale Filmfestival, das Jazz- und Blues-Festival und das Internationale Buch-Festival sowie verschiedene kleinere Projekte.

Silvester in Edinburgh

Nicht minder populär als die Sommerfestivals ist die Neujahrsfeier, die seit 1993 offiziell organisiert wird, nachdem 1996 über 300.000 Besucher die Princes Street und die Königliche Meile verstopften. Heute werden nur noch 100.000 Karten für die viertägige Feier verkauft, die am Silvestertag mit einer Straßenparty mit Musikgruppen und Imbissbuden beginnt und sich mit Umzügen, Konzerten und Feuerwerk fortsetzt.

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