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Südafrika
Klima
Südafrika hat mehrere Klimazonen. Allgemein bringt die südliche Lage ein sonniges und trockenes Wetter hervor; Schnee fällt fast nur in den Gebirgen im Osten des Landes, wo mit knapp 3.500 Metern die höchsten Berge Südafrikas liegen. Die Kalahari im Nordwesten hat Wüstenklima, im Südosten herrschen subtropische Bedingungen. Grundsätzlich wird es von Südosten nach Nordwesten trockener und kühler. Das liegt auch an zwei Meeresströmen: dem Benguela aus der Antarktis, der das atlantische Klima bestimmt, und dem Agulhas aus dem Indischen Ozean. Winter ist hier zwischen Juni und August mit Tagestemperaturen um 20°C. Im Sommer, von November bis März, wird es über 30°C heiß.
Südafrikas Wirtschaft ist die leistungsfähigste des Kontinents, die Infrastruktur entspricht westlichen Vorstellungen.
Einzigartige Flora und Fauna
Südafrikas Pflanzen- und Tierreichtum ist ohnegleichen. Fast ein Zehntel aller bekannten Blütenpflanzen, etwa 24.000 Arten, finden sich hier; mehr, als ganz Europa zu bieten hat. Die sogenannte Kapflora an der Südwestspitze ist sogar ein eigenes „Florenreich“. So nennt man insgesamt sechs Gebiete der Erde, deren Vegetation – auch in ihrer Entstehungsgeschichte – von anderen Gebieten gänzlich unabhängig sind. Andere Florenreiche sind etwa Amerika, die Antarktis oder Australien, also ganze Kontinente. Die Kapflora dagegen nimmt nur vier Promille der Landesfläche Südafrikas ein, trotzdem ist sie die artenreichste. Allein am 60 Quadratkilometer großen Tafelberg bei Kapstadt finden sich fast 1.500 verschiedene Arten.
Kaum weniger beeindruckend ist die Tierwelt. 250 Land- und über 40 Meeressäuger kann man in Südafrika beobachten. Allein im berühmten Krüger-Nationalpark, dem größten der 20 Parks Südafrikas – so groß wie Israel und damit einer der größten des Kontinents –, leben 147 Säugetierarten, darunter Elefanten, Löwen, Nashörner – alles, was westliche Touristen zu sehen hoffen; außerdem 500 Vogel- und 114 Reptilienarten, von Insekten ganz zu schweigen.
Seit dem Jahr 2000 wird der Park nach Mosambik und Simbabwe erweitert. Ehemals verfeindete Länder arbeiten hier Hand in Hand. Teilweise mussten Tierpopulationen umgesiedelt werden, doch nicht immer gelang das dauerhaft.
Der Walschreier an der Garden Route
Die Strecke von Kapstadt entlang der Küste bis zum rund 800 Kilometer entfernten Port Elizabeth ist die Garden Route. So nannten sie Seefahrer wegen ihres paradiesischen Reizes und Abwechslungsreichtums; sie gehört zu den touristisch attraktivsten Strecken Südafrikas.
Hermanus, etwa anderthalb Autostunden von Kapstadt entfernt, ist die Hochburg der Walbeobachter. Etwa 1.500 Wale halten sich zwischen August und Mai an den südafrikanischen Küsten auf. Besonders geeignet für Walbeobachtungen ist die Zeit von August bis November. Hier hält sich ein Beruf, der auf der Welt einzigartig sein dürfte: der Walschreier. Mit einem Blasrohr aus einem Seetang namens Kelp meldet der Walschreier das Auftauchen von Walen weithin hörbar. Bis zu 150 Wale tummeln sich zuweilen gleichzeitig in der Bucht. Auch den größten Walliebhabern wird jedoch davon abgeraten, unmittelbar an der Küste zu logieren, denn der Walgesang trägt problemlos zwei Kilometer weit und beschränkt sich nicht auf Tageszeiten.
Die Plettenberg-Bucht
Die Plettenberg-Bucht, gut 200 Kilometer von Port Elizabeth entfernt und einst eine Station auf dem Schiffsweg nach Niederländisch-Indien, ist heute ein beliebtes Urlaubsziel an der Südostküste und für ihre malerische Landschaft berühmt. Die ersten portugiesischen Seefahrer nannten sie „Schöne Bucht“. Späterer Namensgeber war Baron van Plettenberg, der Ende des 18. Jahrhunderts Gouverneur der niederländischen Kap-Kolonie war. Im Sterne-Hotel „Plettenberg“ kann man von der Terrasse aus Wale, Delfine, Seehunde und Haie beobachten. Der Südkaper, ein 18-Meter-Wal, kommt aus antarktischen Gebieten zur Niederkunft hierher. Auch Buckel-, Bryde- und Schwertwale lassen sich blicken. Der indo-pazifische Buckeldelfin, eine vom Aussterben bedrohte Art, ist hier noch in Gruppen zu sehen.
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