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Südnorwegen

Kristiansand

Kristiansand in der norwegischen Provinz West-Agder wurde 1641 gegründet als eine von drei Stadtgründungen des umtriebigen dänischen Königs Christian des Vierten, der zu Beginn des 17. Jahrhunderts den dänischen Einfluss im nordeuropäischen Raum ausweiten wollte, gegen Ende seines Lebens die Ostseevorherrschaft – und weite dänisch-norwegische Gebiete – jedoch an Schweden verlor.
Die nüchtern-planvolle Anlage zeigt sich im schachbrettartigen Straßenverlauf des Stadtzentrums, das trotz einiger Stadtbrände weitgehend erhalten geblieben ist. Doch Zwangsumsiedlung und Handelsmonopol, Garnisons- und Bischofssitz konnten der Stadt nicht die von Christian gewünschte Bedeutung geben; erst im 19. Jahrhundert, mit dem Aufkommen der Dampfschifffahrt, änderte sich das.
Heute ist Kristiansand (nicht zu verwechseln mit Kristiansund) mit 76.000 Einwohnern Hauptstadt und wichtigster Verkehrsknotenpunkt des Sørlandes (Südlandes) in Norwegen.
Überregionale Bedeutung haben das Kirchenmusikfestival im Frühsommeroder oder das Quart-Festival im Juli mit internationaler Jazz-, Blues-, Rock- und Avantgardemusik.
Ein besuchenswertes Ausstellungszentrum ist die einstige Festung Christiansholm von 1672, sehenswert sind die neogotische Domkirche und das „Vest-Agder-Fylkesmuseum“ mit vielen restaurierten alten Gebäuden der Region.

Tierpark

Der Tierpark, elf Kilometer westlich von Kristiansand, auf einer Fläche von etwa 600.000 Quadratmetern ist eine Ganzjahresattraktion und eigentlich ein Verbund aus fünf Parks: dem Badepark „Sommerøya“, einem Vergnügungs- und Freizeitpark, der „Kardemomme-Stadt“, dem Naturpark und dem eigentlichen Tierpark, der große Gehege mit viel Auslauf für die Tiere und kilometerlange Wege in reizvoller Landschaft für die Besucher besitzt. In die „Affenlandschaft“ kann der Besucher sogar hineingehen. Insgesamt leben hier 500 Tiere von 80 verschiedenen Arten, darunter nordische Elche, Wölfe, Luchse und Vielfraße, Giraffen und Zebras, Regenwaldbewohner und sibirische Tiger.

Die „Kardemomme-Stadt“ mit ihren 33 Häusern wurde dem Kinderbuch „Die Räuber von Kardemomme“ von Thorbjørn Egner nachempfunden. Im Sommer wird die Geschichte von einer Theatertruppe aufgeführt. Beliebt ist auch die Nachtvorstellung – Beginn 23 Uhr – für Kinder mit dem Seeräuber Säbelzahn.


Flekkefjord

Bis 1965 entsprach die Größe Flekkefjords ungefähr dem heutigen Ortszentrum. Die damalige Kommunalreform legte Flekkefjord mit den Kommunen Nes, Hidra, Bakke und Gyland zusammen. Der Ort mit den vielen weißen Holzhäusern hat heute knapp 9.000 Einwohner.

Flekkefjord lebte lange Zeit von seinem Exporthafen. Im 15. Jahrhundert wurde Bauholz verschifft, im 16. Granit für den holländischen Straßenbau. Ende des 18. Jahrhunderts war Flekkefjord der größte südnorwegische Hafen für die Heringsausfuhr. Der Fischfang und die Erlaubnis der städtischen Selbstverwaltung brachten Anfang des 19. Jahrhunderts einen Aufschwung, welcher der Stadt weitgehend ihr heutiges Gesicht verlieh. Neben die Fischerei traten als wichtige neue Gewerbe die Lederverarbeitung und der Schiffsbau. Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Segelschiffe von den neuen Dampfschiffen verdrängt. Die befuhren auch eine direkte Route nach Hamburg, von wo man Kaffee, Tee, Zucker und viele andere Güter bezog.

Sehenswürdigkeiten

Das Flekkefjordmuseum ist in einem stattlichen Bürgerhaus aus dem Jahre 1724 untergebracht, das schon im selben Jahrhundert unter Denkmalschutz gestellt wurde.

Die Geschichte der Stromversorgung veranschaulicht auf multimediale Weise das „Flekkefjord Electricitet-Museum“.

Die Hågåsen Kystbatterie ist ein Aussichtspunkt, der schon während der napoleonischen Kriege von Bedeutung war. Die Hågåsen-Festung aus der Wikingerzeit sollte während des zweiten Weltkrieges ein Teil des Atlantikwalls werden, den Hitler an der gesamten europäischen Nordwestküste geplant hatte. Kanonen erinnern noch heute daran. Das Gebiet mit seinen herrlichen Aussichten eignet sich sehr gut zum Wandern.

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