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Dalmatien
Land der Dalmaten
Der Name Dalmatien geht auf den illyrischen Stamm der Dalmaten zurück, die zu frühgeschichtlicher und antiker Zeit die ostadriatischen Küsten bewohnten. Heute wird der küstennahe Teil Kroatiens zwischen der Insel Rab im Norden, der Bucht von Kotor im Süden und der Grenze zu Bosnien und Herzegowina im Nordosten als Dalmatien bezeichnet.
Weit über tausend Inseln liegen vor der dalmatinischen Küste, 47 davon sind bewohnt. Die beliebtesten Touristeninseln sind Krk, Brac und Cres.
Diokletians Palast
Split liegt an der kroatischen Küste auf einer Halbinsel, die nach dem Hügel Marjan im Westen der Altstadt benannt ist.
Split und der Name der Stadt (italienisch Spalato) gehen zurück auf den römischen Kaiser Diokletian, der sich nahe seines Geburtsortes Salona (ehemals Hauptstadt der römischen Provinz Dalmatien) gegen Ende des dritten Jahrhunderts einen Altersruhesitz bauen ließ. Anders als beim antikrömischen "Establishment" üblich, wurde das aber keine helle ländliche Villa, sondern eine Wehranlage auf 30.000 Quadratmetern. Die Nordhälfte der Anlage wurde vermutlich von einer eigenen Garnison besetzt; die am Meer liegende Südhälfte bewohnte der Kaiser mit seinem Hofstaat.
Dreihundert Jahre nach Diokletians Tod flohen die Bewohner Salonas vor slawischen Eroberern in die verfallende Küstenfestung und errichteten eigene Gebäude innerhalb der Anlage. Das Mausoleum des Christenverfolgers Diokletian etwa wurde zur Kathedrale des heiligen Domnius, und nach und nach gesellten sich Romanik, Gotik und Renaissance zum römischen Stil.
Mit der Neubesiedelung des Palastes war die Stadt Spalato geboren. Die Flaniermeile Riva längs der Hafenbucht – beliebtes Ansichtskartenmotiv – wurde südlich der alten Palastmauer erst in späteren Jahren aufgeschüttet.
Šibenik
Liegt Šibenik nun am Meer oder nicht? Ja und nein. Genau genommen liegt die 41.000-Einwohner-Stadt an einem Brackwassersee, zu dem sich der Fluss Krk erweitert, bevor er sich für etwa zwei Kilometer wieder verengt und dann in die Adria fließt. Darum ist Šibenik auch eine der wenigen "Küstenstädte", die nicht von Seefahrern gegründet wurden, sonder von kroatischen Zuwanderern aus dem Hinterland.
Von Šibenik aus lassen sich Ausflüge zu nahen Naturschönheiten unternehmen, etwa zu den Wasserfällen Skradinski buk oder Roski slap sowie zu den Inseln Visovac und der Kornati-Gruppe. Aber auch die Stadt selbst hat Sehenswürdigkeiten zu bieten, etwa die Kathedrale des Heiligen Jakob. Mit ihrem Tonnengewölbe und dem Giebel in Form eines dreiblättrigen Kleeblattes ist sie in Europa einzigartig. Ihre "Fertigbautechnik" mit freitragenden Steinplatten war zur Entstehungszeit revolutionär.
Dubrovnik – Paradies auf Erden?
Wer für Dubrovnik wirbt, wirbt mit George Bernard Shaw: Wer das Paradies auf Erden suche, komme nach Dubrovnik, soll er gesagt haben. Wer die leuchtend roten Dachziegel auf dem Felsen in der tiefblauen Adria sieht, möchte ihm Recht geben. Man versteht dann auch die weiteren Beinamen der 50.000-Einwohner-Stadt: "Perle der Adria", "kroatisches Athen".
Dubrovnik war Geburts- und Wirkungsstätte vieler Dichter und Denker und gilt als kulturelle Hauptstadt Kroatiens. Dies gründet sich in der Autonomie, die Dubrovnik während großer Teile seiner Geschichte besaß. Freiheit war für die Einwohner das höchste Gut. So schaffte die Republik Dubrovnik 1416 als erster Stadtstaat Europas Sklaverei und Sklavenhandel ab. Nach dem Mittelalter war Dubrovnik lange Zeit Republik und mit 160 Schiffen eine bedeutende Seemacht des Mittelmeers.
Die Schäden, die der Kroatien-Krieg in den neunziger Jahren verursacht hatte, sind lange behoben. Das gilt auch für den Tourismus: Die Stadt ist heute wieder, was sie schon zu Anfang des 20. Jahrhunderts war: eins der beliebtesten Touristenziele der Ostadria.
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