Sie befinden sich im Bereich für Urlauber Hier gelangen Sie in den Bereich für Vermieter
Einloggen Kontakt  |  AGB  |  Newsletter  |  Impressum  |  Sitemap    
Suche Ferienhaus-Suche
Stichwortsuche Erweiterte Suche
Ländersuche Ländersuche
Kartensuche Kartensuche
Merkzettel Merkzettel
F.A.Q. FAQ
Service Service
Regions-Tipps Regions-Tipps
Mietwagen Mietwagen
Persönliche Daten Persönliche Daten
Registrieren Registrieren
Daten ändern Daten ändern
Passwor ändern Passwort ändern
Sichtbare Daten Sichtbare Daten
Favoriten Favoriten
Übersicht residencio
Über uns Über uns
Linkpartnerschaft Linkpartnerschaft
Newsletter-Archiv Newsletter-Archiv
Presse Abonnieren
PayPal-Standard-Logo

Kreta

Sandstrände und Schneegipfel

Mit rund 8.300 qkm Fläche ist Kreta die größte Insel Griechenlands. Und wie das griechische Festland ist die west-östlich langgestreckte Insel sehr gebirgig. Drei hohe Massive sind gleichmäßig über die Landmasse verteilt: Das Psiloritis-Massiv im Zentrum mit dem rund 2.500 Meter hohen Namensgeber kennt man aus dem Kreuzworträtsel; es heißt nämlich auch Ida-Gebirge. Im Westen liegen die etwa gleich hohen "Weißen Berge", im Osten das Dikti-Gebirge mit mehreren Zweitausendern. Auf dem alleröstlichsten Zipfel Kretas stehen dann noch die Thripti-Berge, aber die werden mit etwa 1.500 Metern nicht mehr ganz so hoch.
Platz für Viehzucht und Ackerbau bleibt da nicht mehr viel. Etwa die Lassithi-Ebene nördlich der Dikti-Berge. Dieses ovale Becken von rund 45 Quadratkilometern liegt auf 800 Metern Höhe. Es hat nur einen Abfluss und wird durch die Winterregen zur Sumpflandschaft. Im Sommer wird Wasser mit Motorpumpen gefördert, und die weißen Segel der Wind- und Pumpenmühlen wirken auf der weiten Ebene dann wie Margeriten auf einer Wiese. Hier wird Obst, Getreide und Gemüse angebaut.

Die Massara-Ebene

Die größte Ebene der Insel aber liegt 45 Kilometer südlich der Hauptstadt Heraklion: die lange Messara-Ebene mit 150 Quadratkilometern Fläche bei einer Länge von etwa 50 Kilometern. Sie fällt nach Westen von 250 Metern bis auf Meereshöhe ab und ist vergleichsweise dicht besiedelt. Der Fluss Geropotamos bewässert das trockene Gebiet und ermöglicht den reichhaltigen Ackerbau. Auf Kreta werden besonders Oliven und Wein für Rosinen angebaut.

Klima

Grundsätzlich herrscht auf Kreta ein gleichmäßiges Mittelmeerklima mit trockenen heißen Sommern – besonders an der Südküste – und milden, regenreichen Wintern. Durch die vielen Berge gibt es auf Kreta aber mehrere Klimazonen; auf 2.400 Metern ist das Klima eher alpin.

Trotz der trockenen Sommer besitzt Kreta eine vielfältige Pflanzenwelt. Über 200 Arten wachsen nur auf dieser Insel. Die Kretische Dattelpalme wächst außer in Kretas Süden und Osten nur noch an der türkischen Westküste. Sie ist als einzige europäische Palmenart streng geschützt, doch ihre Früchte schmecken nicht so gut wie die der echten Dattelpalme.
Sehr karg und trocken ist der Osten Kretas. Hier wächst fast nur noch Phrygana, eine Strauchgesellschaft, typischerweise aus Rosmarin, Thymian, Salbei, Ginster, Lorbeer und anderen niedrigen Sträuchern. Phrygana wird nicht so hoch wie die Macchia des westlichen Mittelmeerraumes.

Die Samaria-Schlucht

In Europa übertrifft nur die Schlucht des Verdon in der französischen Provence die 13 Kilometer lange Samaria-Schlucht westlich der Weißen Berge. Bis zu 600 Metern steigen die Felswände links und rechts an, und an den engsten Stellen, etwa der "Eisernen Pforte", lässt die Schlucht den Touristen nur gut drei Meter Breite. Sie führt von der Omalos-Hochebene in 1.200 Metern bis an die Südküste Kretas, zum kleinen Hafenort Agia Roumeli am Lybischen Meer. Dieser Ort ist erst durch den Tourismus entstanden, und täglich wandern bis zu 4.000 Besucher durch die Schlucht.

Hier fanden auch die Widerstandskämpfer im Kampf gegen die türkischen Eroberer im 19. Jahrhundert ein wichtiges und sicheres Rückzugsgebiet. Während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg entfloh der griechische König Georg der Zweite mit seinem Ministerpräsidenten durch diese Schlucht. Seit über vierzig Jahren ist sie Naturschutzgebiet; hier wachsen für kretische Verhältnisse sehr viele Bäume, außerdem 14 Pflanzenarten, die nirgendwo anders vorkommen. Die kretische Wildziege hat hier ihr letztes natürliches Refugium.

Allerdings ist die Samaria-Schlucht nur die bekannteste einer Vielzahl von Schluchten und pittoresken Felsformationen, die sich auch unterirdisch in über 3.000 Höhlen fortsetzen.

Wiege europäischer Kultur

Wenigstens eine dieser Höhlen ist auch für die Sorte Touristen interessant, der an Sonne und Strand weniger liegt als an Bildung und Geschichte. Kreta war im 19. Jahrhundert der Schauplatz von Ausgrabungen, die das europäische Geschichtsverständnis änderten. Bis dahin galt das klassische Griechenland mit Troja, Athen oder Sparta als Wiege europäischer Kultur. Wohl gab es Vermutungen über eine Bronze-Hochkultur auf Kreta, doch erst als die Insel nach den griechisch-türkischen Kriegen von 1897 ein weitgehend selbständiges Protektorat wurde, bekam der englische Altertumsforscher Arthur J. Evans Gelegenheit, nach Hinweisen dieser Kultur zu graben, wenn auch auf eigene Kosten. Er entdeckte einen riesigen, labyrinthisch verwinkelten Gebäudekomplex, bis zu fünf Stockwerke hoch mit vermutlich weit über tausend Räumen: den Palast von Knóssos, Sitz des legendären Minos, nach dem die minoische Kultur benannt ist. Üblicherweise heißt es "König Minos", aber man weiß nicht, ob Minos ein Name oder ein Titel ist. Der Legende nach war er Sohn des Zeus und der phönizischen Königstochter Europa.
Gott Zeus soll in der Psychro- oder auch Zeus-Höhle geboren worden sein, die 48 Kilometer südöstlich von Heraklion liegt.

Unser Ferienhaus-Tipp