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Katalonien
Katalanen sind keine Spanier
Katalonien mit der Hauptstadt Barcelona hat die Amtssprachen Katalanisch und Spanisch – man beachte die Reihenfolge. Dafür mussten die Katalanen lange kämpfen. General Franco unterdrückte während seiner Diktatur, die erst mit seinem Tod 1975 endete, alles Nichtspanische. Seit 1978 garantiert die spanische Verfassung der Region Katalonien einen Autonomiestatus, und seitdem breitet sich die katalanische Sprache immer weiter aus. Offiziell sind Spanisch und Katalanisch gleichberechtigt, doch das Katalanische überwiegt – auch an Schulen und Universitäten – so stark, dass sich spanische Zuwanderer geradezu schikaniert fühlen.
Das Katalonische entstand aus einer Mixtur des Iberischen, das die Ureinwohner sprachen, und einem einfachen Latein, das Ende des dritten Jahrhunderts mit den römischen Eroberern Einzug gehalten hatte.
Die knapp sieben Millionen Einwohner Kataloniens sind allerdings nur diejenigen auf der iberischen Halbinsel. Eigentlich gehört auch ein Teil des französischen Roussillon jenseits der Pyrenäen zu Katalonien, nämlich das Gebiet um Perpignan (Département Pyrénées-Orientales), das seit dem frühen Mittelalter zu Katalonien, später zu Spanien gehörte und mit dem Pyrenäenfrieden von 1659 Frankreich zugeschlagen wurde; erst seit diesem Zeitpunkt bildeten die Pyrenäen die spanisch-französische Grenze.
Barcelona
Die katalonische Hauptstadt, zweitgrößte Stadt Spaniens, hat 1,6 Millionen Einwohner; der Ballungsraum Barcelona sogar 4,5 Millionen. Die Stadt soll unter dem Namen "Barcino" von Hannibals Vater Hamilkar Barkas gegründet worden sein. Die Römer errichteten später eine Festung; Überreste der Mauern kann man in der Altstadt noch heute besichtigen.
Im Mittelalter war Barcelona als Hauptstadt des Königreiches Aragonien eine wichtige See- und Handelsmacht des westlichen Mittelmeers mit bedeutenden Kolonien auf Sardinien und Sizilien.
Sehenswürdigkeiten in Barcelona
Flaneure auf der Las Ramblas, der über einen Kilometer langen Flaniermeile Barcelonas, gehen an der Canaletes-Fontäne vorüber, und jeder, der aus diesem Wasserspender trinkt – so die Legende –, soll nach Barcelona zurückkehren. Die Las Ramblas war ursprünglich ein Bachbett, das nur während der Schneeschmelze Wasser führte. Heute noch gibt es in vielen katalonischen Orten solche Teilzeitflüsse, und manch ahnungsloser Tourist fand sein dort abgestelltes Auto später im Meer wieder.
Die Las Ramblas in Barcelona verbindet das Stadtzentrum, den Catalunya-Platz, mit dem alten Hafen, über dem die Kolumbusstatue aufragt, und zwar sage und schreibe sechzig Meter. Eng geht es zu, wenn man in ihrem Inneren mit dem Aufzug hinauffährt, um einen herrlichen Blick über den Hafen zu genießen.
Die Magische Fontäne (Font Mágica) vor dem prunkvollen Palau Nacional ist den einen Kitsch, den anderen einfach großartig. Jedenfalls ist das Fontänenspiel des riesigen Brunnens, von farbigem Licht und Musik unterstützt, bei Nacht sehr beeindruckend.
Ende des 19. Jahrhunderts entstand in Barcelona der "Modernisme", eine eigene Form des Jugendstils, dessen bedeutendster Vertreter Antoni Gaudí war, der 1926 einige Tage nach einem Zusammenstoß mit der Straßenbahn starb. Sehenswert sind die von ihm entworfenen Casa Milà (La Pedrera), der Palau Güell und der Parc Güell (seit 1984 Weltkulturerbe der UNESCO), die Casa Batlló und die bislang unvollendete Kirche Sagrada Família.
Eixample
Der Catalunya-Platz verbindet die flache Altstadt mit der hügeligen Eixample, einer auf dem Reißbrett entworfenen Stadterweiterung aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, als Barcelona unter einem Einwandererstrom in der Enge der alten Stadtmauern aus den Nähten zu platzen drohte.
Die Eixample wird durch quadratische Häuserblocks mit charakteristisch abgeschrägten Ecken gekennzeichnet. Von der ursprünglichen Idee des katalonischen Architekten Cerdà, einen luft- und lichtdurchlässigen Siedlungsraum zu schaffen, dessen Flächen höchstens zur Hälfte bebaut werden dürften, ließ die Bodenspekulation allerdings schon zur Bauzeit nicht viel übrig.
Lloret de Mar
Lloret de Mar – der Name kommt von lateinisch "Laureatum = Lorbeer-Ort" – liegt in der katalonischen Provinz Girona an der Costa Brava. 70 Kilometer von Barcelona entfernt stehen hier knapp 30.000 Einwohnern in den Sommermonaten mehr als vier mal soviel Touristen gegenüber. Ruhig ist es hier nur im Winter, doch wer hierher kommt, sucht auch keine Ruhe, sondern tagsüber Strandspaß und abends Tanz.
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Unser Ferienhaus-Tipp

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