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Die Lausitz

Landschaft im Wandel

Neben den zahlreichen romantischen Landschaften hat die Lausitz einen besonderen Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten zu bieten: die zahlreichen stillgelegten Tagebaue. Teile der Bergbaufolgelandschaft werden sich selbst und der Natur überlassen. Durch die Flutung steigen die Wasserstände der neu entstehenden Seen, und die Vegetation auf den Kippen durchläuft verschiedene Stadien. Setzung, Sackung und Verflüssigung lassen eigentümliche Landschaftsformen entstehen, die von der Erosion weiter geformt werden. Kleine Senken füllen sich mit Grund- und Regenwasser und lassen Feuchtbiotope mit seltenen Pflanzen- und Tierarten entstehen.
In den kommenden 20 Jahren entsteht so mit dem Lausitzer Seenland Europas größte künstliche Wasserlandschaft. Bereits seit Jahren gibt es im Gebiet Adressen für Baden, Camping und Wassersport, zum Beispiel den Senftenberger See, den Knappensee, den Silbersee und den Olbersdorfer See. Am Berzdorfer und am Bärwalder See entstehen weitere.
Die Internationale Bauausstellung (IBA) "Fürst-Pückler-Land" im Süden Brandenburgs hat den Wandel der Landschaft von 2000 bis 2010 in den Mittelpunkt gestellt. 24 Einzelprojekte sind dazu in acht "Landschaftsinseln" und eine "Europainsel" eingebettet.

Oberlausitzer Bergland und Zittauer Gebirge

Das Oberlausitzer Bergland ist eine abwechslungsreiche Mittelgebirgslandschaft mit granitenen Bergrücken, vulkanischen Kuppen und malerischen Tälern. Die Höhenlage reicht von 300 bis 600 Meter und verläuft von Bautzen bis an die tschechische Grenze und bis zum Zittauer Gebirge.
Dort ist die Burg Oybin eines von mehreren Ausflugszielen. Ob Winter oder Sommer: Das kleinste Mittelgebirge Deutschlands ist eine Reise wert. Der Hochwald bietet stille Wälder und prächtige Aussichten auf die nordböhmische Vulkanlandschaft im benachbarten Tschechien. Gute Sicht haben Sie natürlich auch auf der Lausche, der 793 Meter hohen Krone der Lausitz. Im Winter ist der Erholungsort Waltersdorf ein Magnet, besonders für Familien.
Die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft ist das Zuhause seltener Tiere: Seeadler, Rohrweihen, Eisvögel, Seeotter, Kormorane und Reiher. Kein Wunder, sind doch über 26.000 Hektar als Biosphäre-Reservat von der UNESCO unter Schutz gestellt.

Spreewald

Vor 20.000 Jahren trat die Eiszeit den Rückzug aus der Lausitz an und hinterließ ein Gewässer-Labyrinth von 970 Kilometern Gesamtlänge. Jährlich kommen zwei Millionen Besucher hierher, und fast alle unternehmen eine Kahnfahrt in den Märchenwald. Die Spreewaldgondoliere können zwar nicht so gut singen wie die Kollegen aus Venedig, dafür bieten sie das schönere Umfeld: Dichte Erlen- und Eschenwälder, saftig grüne Auen und eine zirpende, quakende und tirilierende Tierwelt. Und das nur eine Autostunde von Berlin und Dresden entfernt.


Die Niederlausitz

...wird hervorragend von Radfern- und -regionalwegen erschlossen. Im Osten begrenzt der Oder-Neiße-Radweg die Region. Der Spree-Radweg geht mittendurch. Als regionale Routen bieten sich der Froschradweg und die Niederlausitzer Bergbautour an, die auch nach Brandenburg und Sachsen führt. Im Norden zum Spreewald hin schließen der Gurken-Radweg und die Fürst-Pückler-Tour an. Im Südwesten leitet der Elster-Radweg zum Elberadweg.


Cottbus

Die größte Stadt der Lausitz, die in diesem November ihren 850. Geburtstag feiern wird, ist seit 1976 Großstadt mit mehr als 100.000 Einwohnern und nach Potsdam die zweitgrößte Stadt Brandenburgs. Sie ist ein Dienstleistungs-, Wissenschafts- und Verwaltungszentrum, besitzt aber auch das einzige staatliche Theater in Brandenburg. Nach dem Ende der DDR haben sich in Cottbus einige Privattheater etabliert, die sich ganz besonders der jungen Theaterbesucher annehmen, etwa das "Piccolo-Theater", die "Puppenbühne Regenbogen" oder das "Cottbuser Kindermusical".
Den Cottbuser Postkutscher, der den berühmten Postkutschkasten putzt,– den gibt es wirklich, seit über 150 Jahren, und man kann sich von ihm durch die Stadt führen lassen (Näheres auf der Cottbuser Homepage www.cottbus.de).
Der Branitz-Park mit dem gleichnamigen Schloss gehört zu den bedeutendsten Gartengestaltungen Europas. Auf etwa 100 Hektar legte Hermann Fürst von Pückler-Muskau (1785-1871) den Park an, der von künstlich geschaffenen Gräben und Teichen durchzogen wird, die mit der nahe gelegenen Spree verbunden sind. Der Erdaushub wurde zu natürlich anmutenden Hügeln aufgeschüttet, etwa zu den Mondbergen, zum Rosenhügel oder zum "Vergrabenen Bauern", außerdem zu je einer Pyramide an Land und im See, letztere Tumulus genannt. Im Tumulus sind der Fürst und seine Frau Lucie beigesetzt. Einheimische oder vollständig akklimatisierte Bäume und Sträucher wachsen im Park, und Pückler verwendete sie mit großem Geschick mal als Solitäre, mal als Gruppen. Die unmittelbare Schlossumgebung, als "Wohnung im Freien" gedacht, wurde mit zahlreichen Beeten, Gehölzgruppen und Kleinarchitekturen angelegt und soll einen Übergang vom Schloss zum Park schaffen.

Die Lausitz bietet aber nicht nur klassischen Paar- oder Familientouristen etwas. Diesmal wendet sich unser Ferienhaus-Tipp besonders an Jugendgruppen, Vereine, Seminare – kurz: an alle, die in größerer Zahl unterwegs sind:

Unser Ferienhaus-Tipp