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Zeeland
Zeeland (deutsch "Seeland") ist eine Provinz der südwestlichen Niederlande und besteht aus mehreren (Halb-)Inseln (mit jeweils eigenem Dialekt) und aus einem Stück Festland an der belgischen Grenze.
Der restliche, im Süden von Belgien umschlossene Teil heißt Zeeuws Vlaanderen. Seit Mitte 2003 verbindet der Westerscheldetunnel zwischen Terneuzen und Borssele diesen Teil mit den übrigen Niederlanden.
Zeeland hat rund 380.000 Einwohner (Neuseeland übrigens hat seinen Namen vermutlich vom holländischen Seefahrer Abel Tasman - nach dem wiederum Tasmanien benannt ist -, der die Insel 1642 als erster Europäer entdeckte).
Wehret den Wikingern
Die Ortsnamen künden von den wechselnden Herrschern Zeelands. Den Kelten folgten die Römer, diesen wiederum die Franken, und auf Jahrhunderte wurde Zeeland immer wieder von den Wikingern bedrängt. Oostburg (Zeeuws-Vlaanderen), Oost-Souburg bei Vlissingen, Middelburg, Domburg und Burgh bei Burgh-Haamstede sind aus Befestigungen zur Abwehr der Nor(d)mannen hervorgegangen.
Middelburg zeigt bis heute in seinem Grundriss die sternförmige Wehranlage, die Ende des 9. Jahrhunderts entstand. Die Universitätsstadt in der Region Walcheren ist heute die Hauptstadt Zeelands. Um 1125 wurde die Abtei gegründet, zu der später die Koorkerk aus dem 14. und die Nieuwe Kerk aus dem 15. Jahrhundert gehörten. Der 85 Meter hohe Turm der Koorkerk heißt "Langer Jan" und ist das Wahrzeichen der Stadt. Die Abtei beherbergt heute die Provinzverwaltung und das "Zeeuws-Museum".
Im 15. Jahrhundert war der östlich der Stadt gelegene Meeresarm "Sloe" noch nicht versandet; er bescherte Middelburg damals den Reichtum und das Ansehen einer bedeutenden Handelstadt, die zeitweise gleich nach Amsterdam rangierte. Viele Straßen- und Hausnamen verweisen noch heute auf die damaligen Auslandsbeziehungen Middelburgs.
Liebevoller Wiederaufbau
Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Innenstadt durch Bombardements fast ganz zerstört, nicht zuletzt auch durch die Überflutung nach Dammbrüchen. Zahllose Bäume und die typische Heckenlandschaft verschwanden im Wasser. Nach der Trockenlegung wurden alle Wege neu angelegt und die Grundstücksparzellen neu aufgeteilt. Allein 1947 pflanzte man eine Million Bäume und zwei Millionen Sträucher. Schließlich wurden in Folge des Deltaplans - der Reaktion auf die Flutkatastrophe von 1953 - der Veerse Dam bei Vrouwenpolder angelegt und alle Deiche in Walcheren erhöht.
Dass das heutige Stadtbild Middelburgs lückenlos und historisch wirkt, gründet sich auf einen umfassenden Wiederaufbau in den Nachkriegsjahren. Beispielsweise überstanden von den Mauerwerksverzierungen des spätgotischen Rathauses nur die Figuren der Seeländer Grafen und Gräfinnen von 1458 den Bombenhagel.
Walcheren gilt den meisten noch als Insel, obwohl die Region schon seit 1871 durch den Sloedam mit Zuid-Beveland verbunden ist. Seitdem hat sich Walcheren stark verändert.
Die Schiffswerft von Vlissingen stammt aus dem Jahre 1875. Der "Kanaal door Walcheren" und die Bahnverbindung wurden bereits 1873 fertiggestellt - Walcheren wurde für den Rest der Welt erreichbar.
Die Impulse, die das wirtschaftliche Leben bekam - etwa die Ausweitung der Freizeitgebiete auf das Veerse Meer - beendeten endgültig Walcherens Isolation, doch all dem zum Trotz hat Walcheren seinen Charme nicht verloren. Die Region verdankt ihre Bekanntheit wesentlich Badeorten wie Domburg, Zoutelande, Westkapelle, Oostkapelle und Vrouwenpolder.
Walcheren - gefragtes Urlaubsziel
Das Meer, saubere und breite Sandstrände und die vielfältigen Wassersportangebote auf der Schelde und auf dem Veerse Meer machen Walcheren zu einem gefragten Urlaubsziel. Walcheren ist aber nicht nur Sonne, Strand und Meer, es ist auch ein reizvolles Radfahrgebiet. Fünf ausgeschilderte Routen führen durch verträumte Dörfer und Kleinstädte oder zu kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten. Malerische Dörfer wie Biggekerke, Aagtekerke, Arnemuiden, Ritthem, Koudekerke, Grijpskerke und Serooskerke gelten nicht umsonst als die schönsten Ringdörfer von ganz Walcheren. Außer Middelburg ist daneben natürlich Vlissingen mit dem Boulevard an der Westerschelde oder das pittoreske Städtchen Veere einen Besuch wert.
Die hübschen Kleinstädte und Dörfer auf Tholen verleihen dieser Insel einen besonderen Charakter. Die vielen Blumendeiche und schmalen Polderwege, die durch üppige Blumenfelder führen, machen auch Tholen zu einem Paradies für Radfahrer, Wanderer und Skater. Die mehr als 40 Kilometer langen Seedeiche schützen das Land vor der Kraft des Meeres und dienen gleichzeitig als Panoramawege für wunderschöne Fahrradtouren.
Die Stadt Tholen, entstanden im 13. Jahrhundert, wird gekennzeichnet durch ein mittelalterliches Straßenmuster. Wer durch Tholen streift, kann sich das Leben zu jener Zeit schnell bildlich vorstellen. Einer der schönsten Teile von Tholen ist die Venkelstraße, aber auch die Kornmühle "De Hoop" auf dem Stadtwall und das historische Rathaus sind sehenswert. Hoch über die Dächer ragt der majestätische Turm der Reformierten Kirche aus dem 14. Jahrhundert.
Oud-Vossemeer hat gute Beziehungen zu einer berühmten Präsidentenfamilie der Vereinigten Staaten. Am Anfang des 17. Jahrhunderts wanderte der Stammvater der Familie Roosevelt aus diesem Ort nach New York aus. Das Waffenschild der Roosevelts hängt im Ambachtsherenhuis.
Schouwen-Duiveland
Unsere heutige Empfehlung führt Sie nach Schouwen-Duiveland bei Bruinisse. Durch die ehemalige Insellage von Schouwen-Duiveland bieten sich verschiedene Gewässer an: Das Grevelingermeer - geschätzt als Surf- und Segelgebiet -, Oosterschelde und die offene Nordsee mit ihren kilometerlangen Sandstränden. Das Grevelingermeer liegt vor der Haustür und ist mit dem flach abfallenden Strand ideal für kleinere Kinder; außerdem ist das Wasser wärmer als die offene Nordsee. Zu deren großen Stränden fahren Sie mit dem Auto 20 Minuten, können dafür aber direkt am Strand umsonst parken.
Der Ferienpark mit seinem alten Baumbestand ist großzügig angelegt mit vielen offenen Flächen, Kinderspielplätzen und langen Wanderwegen. Hier hat man sich ganz auf Familien mit Kindern eingestellt. Kinderanimation wie Karaoke, Kinderdisco, Miniplayback Show oder Bingo findet in der Hauptsaison statt. Im Park gibt es ein Hallenspaßbad mit Riesenrutsche und extra warmem Babybecken, Fitnessraum und Solarium, Minigolf, Tennisplatz, Squash, Bowling, Fußballfeld, Supermarkt, Restaurant, gemütliche Kneipe mit Billard und vieles mehr.
Für Golfer ist der 18-Loch-Golfplatz Grevenlingenhout in der Nachbarschaft interessant. Mit dem Auto sind Sie in 3 Minuten dort.
Unser Ferienhaus-Tipp

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