|
Gran Canaria
Kanarische Inseln
Auch wenn sie vor Marokkos Südwestspitze liegen: Die Kanarischen Inseln gehören zu Spanien, das den Inseln seinen höchsten Berg verdankt: den 3.718 Meter hohen Pico de Teide auf Teneriffa. Die anderen sechs der sieben bedeutendsten Inseln der Kanaren sind Lanzarote, Fuerteventura, Gran Canaria, La Gomera, La Palma und El Hierro.
Die Kanaren sind, geologisch gesehen, sehr jung: nur zwischen zwei und gut zwanzig Millionen Jahre alt, und sie sind vulkanischen Ursprungs, denn hier treffen die atlantische und die afrikanische Platte der Erdkruste zusammen.
Schon die Römer nannten die Inseln vermutlich "Inseln der Glückseligen"; heute heißen sie "Inseln des ewigen Frühlings", denn obwohl die Kanaren auf dem selben Breitengrad liegen wie die Sahara, moderieren Meer und Passatwind das Klima aufs Angenehmste. Das ganze Jahr über ist es zwischen 20° und 30° C warm, wobei es an den Nordostküsten wegen des Nordostpassats kühler und feuchter ist.
Gran Canaria
Eine der beliebtesten Urlaubsinseln ist Gran Canaria: 45 Kilometer im Durchmesser, in der Mitte der erloschene Vulkan Pico de las Nieves, mit knapp 2.000 Metern Höhe der höchste Berg der Insel. 800.000 Menschen leben auf Gran Canaria, davon knapp die Hälfte in der Hauptstadt Las Palmas. Aber natürlich sind die Urlauber stets in der Überzahl: Gut zwei Millionen kommen jährlich.
Las Palmas
"Eselsbauch" nennen die Einheimischen die häufige starke Bewölkung über Las Palmas, die den touristischen Brennpunkt ins weiter südlich gelegene Maspalomas und an die Costa Mogán verlagert hat. Trotzdem ist das Klima in Las Palmas eines der angenehmsten weltweit, und wer touristischen Trubel scheut, aber Sinn für eine reichhaltige Natur hat, ist im grünen Norden Gran Canarias gut aufgehoben.
Der Name der Kanarischen Inseln geht übrigens auf den Numiden Juba zurück, der zu Beginn unserer Zeitrechnung in Rom erzogen und später von Kaiser Augustus als Herrscher von Mauretanien eingesetzt wurde. Er unternahm Forschungsfahrten zu jenen Inseln, von denen er später große Hunde (lateinisch "canes") bezog. Und so stehen heute vor dem Rathaus in Las Palmas, wo andernorts Löwen stünden, Hunde.
Die Strandpromenade von Las Palmas ist sicher eine der reizvollsten der Welt. Die neue Umgehungsstraße von 2004 entlastet den hübschen Stadtkern weitgehend vom Verkehr.
Sehenswert in der Altstadt ist der Bischofssitz der Kanarischen Inseln: die fünfschiffige Kathedrale Santa Ana aus dem Jahre 1497. Außerdem die "Casa Colón", das Kolumbus-Museum im prachtvollen Kolonialbau. Das "Auditorio Alfredo Kraus" von 1997, ein modernes Konzerthaus direkt am Meer, wurde nach dem weltberühmten Tenor Alfredo Kraus benannt, einem Sohn der Stadt.
Maspalomas
Der Name heißt "Viele Tauben", und der Ort am anderen Ende der Insel – von Las Palmas aus gesehen – ist der älteste Touristenort an der Südküste. Er lebt ganz vom Fremdenverkehr. Eine Besonderheit sind die Dünen am Südoststrand, die nicht aus Gesteinsstaub, sondern aus zerriebenen Korallen und Muscheln bestehen, die das Meer angeschwemmt hat.
Puerto de Mogan
Der Hafenort im Süden von Gran Canaria hat sich um den Hafen von Mogán gebildet. "Klein-Venedig" wird er gelegentlich genannt wegen ein paar Kanäle, die vom Hafen in den Ort ziehen. Auch hier lebt man vom Tourismus. Ein beschauliches kleines Fischerdorf ist Puerto de Mogan sicher nicht mehr, und neben den üblichen Fischgerichten kann man ohne Probleme Fast-Food bekommen, aber immerhin gibt es eine Verordnung, die Häuser mit mehr als zwei Stockwerken im Stadtzentrum verbietet. Und touristische Erschließung hat ja auch ihr Gutes: So kann man etwa mit dem Tauchboot "Yellow Submarine" die Unterwasserwelt um ein Wrack herum beobachten, das hundert Meter vom Hafen entfernt liegt. 44 Passagiere plus zwei Piloten passen in das Boot; die Fahrten werden nahezu stündlich angeboten und kosten etwa 25 Euro pro Person.
Unser Ferienhaus-Tipp
|